Hendrik Fokken
Marmorkuchen/Fischwitzfabrik
103 F 1745.X24
ISBN 978 3 9803911 4 6
Fokken

 

  COLT A B P
Tobik Bauman  RUS 4.4 4.9 5
Roman Brinzanik  CZE 3.8 4.5 3
Anthony Bamidele Ezekiel  NGR 3.0 4.8 3
Giuseppe Fornasari  ITA 4.0 5.2 2
Bob Konrad  GER 5.6 5.8 2
Cristina Moncada  ESP 5.0 5.5 2
Adam Paulsen  DEN 3.3 4.5 3
Johanna Ridderbeekx  NED 2.9 5.4 3
Jay Rutledge  USA 5.3 5.3 1
Kiyo Shinzaka  JPN 4.0 3.6 5
Liza Stewart  AUS 4.8 4.5 3
Henrike Truter  RSA 4.6 5.0 2
Team Dobermann Rallye  DOB 4.9 5.2 5
Ø   4.3 5.0 2

Hendrik Fokken takes us to the point where daily life is mad, absurd and unpredictable. This time he manages to capture the fear that can overcome anyone while doing a simple thing like travelling with the U-Bahn. The trip turns out to be quite a trip - only, here you know it's real.
Jay Rutledge, USA

Die Gürtelschnallentragetechnik darf in keinem Haushalt fehlen.
Bob Konrad, GER

Semplicemente grandiosa questa brachiale Lodenlosigkeit.
Giuseppe Fornasari, ITA

Hvem er jeg, hvem er mine nærmeste? Det er spørgsmål som disse, der søges besvaret i denne finurlige og stramt komponerede fiktion.
Adam Paulsen, DEN

Die ursprüngliche, in Dobermann Rallye 4 (erhältlich bei der Dobermann Fabrik für Sprache und Ideologie) veröffentlichte Version hätte allerdings durchaus die Noten 6.0 / 6.0 verdient.
Martin Bartholmy, DOB

ICH ZOG DEN COLT UND SAGTE:
IT'S BLUTSPENDETIME, KAMERAD

Einmal wollte ich mit der U-Bahn fahren, aber ich weiß jetzt gar nicht mehr genau wohin, wahrscheinlich war es ziemlich weit weg, sonst wäre ich ja wohl zu Fuß gegangen, das stärkt die Oberschenkelmuskulatur und schärft das Orientierungsvermögen. Ich könnte hier jetzt eine medizinisch exakte Beschreibung meiner Oberschenkelmuskulatur folgen lassen, doch das würde wohl beinahe unausweichlich auf einen Vergleich mit meiner Oberarmmuskulatur hinauslaufen, die allerdings im Bizepsbereich ein deutliches Minus an Muskelmasse der Brachialflexoren aufweist, was hauptsächlich mit einer von mir selbst entwickelten, speziellen Heb- und Tragetechnik zusammenhängt, bei der die Hauptlast von der Gürtelschnalle getragen wird. Auf die medizinisch exakte Beschreibung meiner Oberschenkelmuskulatur müssen wir hier also leider verzichten.
Wie ich also in der U-Bahn sitze und an nichts Böses denke, außer vielleicht wie Sauron plötzlich bei Mörp in die Kneipe kommt, weil Krissi beim Encounter wieder mal gefumbelt hat, bemerke ich, daß mich jemand anlächelt. Wer das eigentlich ist, der mich da anlächelt, kann ich gar nicht erkennen, weil ich meine Brille nicht aufhabe. Mein erster Gedanke jedenfalls ist sofort: Hoffentlich ist das nicht Kristina Zimmermann. Die will nämlich immer mit mir, aus reiner Bosheit und um mein kleines Selbstwertgefühl zu verletzen, das Eingeweidespiel spielen. Ein ganz unangenehmes Spiel, besonders in der U-Bahn, wo dann alle Leute gleich gucken. Oh Gott, das Eingeweidespiel. Meine Gesichtszüge drohen mir zu entgleiten. Doch gerade das darf mir in dieser prekären Situation nicht passieren. Ich muß Ruhe bewahren. Da werde ich aus einer Entfernung von ungefähr einem Meter angelächelt und bin nicht in der Lage die betreffende Person als unzweifelhaft Nicht-Kristina-Zimmermann-Wesen zu identifizieren. Was tun? Es gilt zunächst einmal meine Reaktionen zu koordinieren. Nach außen hin, das ist klar, darf ich keinesfalls einen Eindruck erwecken, den ich später eventuell bereuen werde. Ich lasse meine Gesichtszüge darum einen gemäßigt freundlichen Ausdruck annehmen, um hinter dieser sicheren Fassade darüber nachzudenken wer mir da wohl gegenübersitzt. Schön, vielleicht ist es gar nicht Kristina Zimmermann, aber stellt euch mal vor es wäre meinetwegen Hanns-Dieter Buskohl, der erwiesenermaßen drittschlechteste Witzeerzähler der Welt. Man kann sich das ja sogar ausmalen wie Hanns-Dieter Buskohl hier mitten in der U-Bahn einen ganz schlimmen Witz erzählt und ich kriege mal wieder einen Lachkrampf. Total unabsichtig. Mein Kopf sagt dann immer: nicht lachen, aber bloß der Geist ist willig und mein Kieferfleisch nicht. Nicht auszudenken wie die Leute gucken, wenn Hanns-Dieter Buskohl den Witz wo dem Affen das eine Bein amputiert wird am erzählen ist, und ich kann mich drei Stationen lang nicht einkriegen. Peinlich peinlich, untern Armen waschen und dann Deo, das ist reinlich.
Aber liebe Freunde, ihr merkt schon, so komm ich hier nicht weiter. Ich habe immer noch nicht den leisesten Schimmer, wer da überhaupt vor mir sitzt. Diese Sache muß anders angepackt werden. Bislang habe ich nur Vermutungen angestellt, doch jetzt gilt es, den in Frage kommenden Personenkreis durch einige gezielte Testfragen einzugrenzen. Sogleich fällt mir der sogenannte Ardennentest ein, den ich im Spätsommer 1988 mit einigen Kollegen während eines Campingurlaubs entwickelt habe, unter völlig anderen Vorraussetzungen zwar und auch nicht zu diesem besonderen Zwecke, aber dennoch glaube ich, daß mir dieser Test jetzt wertvolle Dienste leisten kann. Ich konzentriere mich jetzt völlig auf die zu erwartende Antwort meines Gegenübers und sage, während ich meinen Unterkiefer etwas weiter als gewöhnlich nach unten klappen lasse: "Latadornasnas." Keine Reaktion. Damit ist für mich klar, daß es sich hier weder um Yvonne Caldenberg noch um Andreas Hofbauer handeln kann. Diese hätten zweifellos die Arme vor der Brust verschränkt und mit tiefer Stimme geantwortet: "Dilsebronkareldebis."
Andreas Hofbauer will im übrigen nicht von seiner Meinung abrücken, daß ein Lehrling des Textilwarenhauses Kurz, Abteilung Herrenoberbekleidung, in den 70er Jahren den weltbesten Schüttelreim erfunden hat.
   Kauf bei Kurz die Lodenhose,
   dann hängt dir nie der Hoden lose.
Meiner Meinung nach wird dieser jedoch von einer Erfindung Mike Krügers, einem der größten noch lebenden europäischen Entertainer, deutlich auf den zweiten Platz verdrängt.
   Bevor ich diesen Jabbel kau,
   eß ich schon lieber Kabeljau.
Aber das nur am Rande.
Der Ardennentest hat mich also schon ein gutes Stück weitergebracht. Das mir gegenübersitzende Wesen ist weder Yvonne Caldenberg noch Andreas Hofbauer. Ich bin auf dem richtigen Weg. Allerdings kann ich noch nicht mit Sicherheit ausschließen, daß ich es hier mit Hanns-Dieter Buskohl oder gar mit Kristina Zimmermann zu tun habe. Ich entschließe mich, mein Gegenüber einer allesentscheidenden, einer finalen Prüfung zu unterziehen ... dem BRILLENTEST.
Ich setze meine Brille auf, zwinkere kurz, und erkenne meinen alten Schulkameraden Helmut Lewandowski, der denn auch gleich vorschlägt, wir können ja bei der nächsten Station aussteigen und uns eine Currywurst kaufen und vielleicht noch ne Dose Schultheiss, die er dann auch hinterher, wo wir schon gar nicht mehr an der Imbißbude, sondern vor dem Modelleisenbahnladen gleich nebenan stehen, mit einer Hand zusammendrücken will, was aber nicht klappt, obwohl jedenfalls H0 ja wohl deutlich besser ist als Spur Z. Super Ende.

 

  MARMORKUCHEN A B P
Tobik Bauman  RUS 3.9 5.9 4
Roman Brinzanik  CZE 1.9 3.5 5
Anthony Bamidele Ezekiel  NGR 4.0 3.5 7
Giuseppe Fornasari  ITA 5.0 4.2 3
Bob Konrad  GER 5.7 5.8 1
Cristina Moncada  ESP 2.0 2.5 7
Adam Paulsen  DEN 1.0 0.2 7
Johanna Ridderbeekx  NED 5.7 2.8 4
Jay Rutledge  USA 3.9 4.0 5
Kiyo Shinzaka  JPN 5.8 5.9 1
Liza Stewart  AUS 3.5 3.5 6
Henrike Truter  RSA 3.0 5.8 5
Team Dobermann Rallye  DOB 4.5 5.0 3
Ø   3.9 4.2 5

Die Meisterschaft des Schriftstellers liegt hier nicht im Reim begraben, sondern in der gelungenen Auswahl einer geeigneten Brotantipode. Dabei wurde der Streifigkeit des Nährmittels höchste Priorität eingeräumt.
Filip Knetemelk, DOB

Ha il pregio di essere corta.
Giuseppe Fornasari, ITA

My persoonlike favorite, maar as jury moet ek onbevooroordeelt wees. Kort en kragtig. Tot die punt.
Henrike Truter, RSA

I just don't see the point. Is there a story hidden in here? The 3.5's are for the fact that "genau" rhymes so well with "Sau".
Liza Stewart, AUS

Esta es una calumnia que clama al cielo! En España el pastel de mármol (que no existe, para decir la verdad) no tiene rayas sino puntos - y por eso no es tonto en absoluto.
Cristina Moncada, ESP

Der beschriebene Kuchen wird vom Autor schlecht bewertet. Was das zu bedeuten hat, weiß ich nicht. Möglicherweise läßt sich ein Bezug zu Text 3 (Logik) herstellen.
Jean Mofette, DOB

MARMORKUCHEN

Der Marmorkuchen, das weiß jeder ganz genau,
ist dumm wie Brot.
Und denn auch noch gestreift die alte Sau.

 

  LOGIK A B P
Tobik Bauman  RUS 3.6 2.5 7
Roman Brinzanik  CZE 5.5 5.1 2
Anthony Bamidele Ezekiel  NGR 2.9 4.8 4
Giuseppe Fornasari  ITA 1.1 2.1 7
Bob Konrad  GER 5.2 5.0 4
Cristina Moncada  ESP 4.5 3.0 6
Adam Paulsen  DEN 4.0 5.0 2
Johanna Ridderbeekx  NED 1.8 3.9 7
Jay Rutledge  USA 4.5 3.9 3
Kiyo Shinzaka  JPN 4.0 3.2 6
Liza Stewart  AUS 4.7 4.2 5
Henrike Truter  RSA 4.3 5.0 3
Team Dobermann Rallye  DOB 5.3 4.6 6
Ø   4.1 4.1 6

Der Autor [...] versäumt nicht auf die ethische Dimension der marktwirtschaftlichen Logik humorig hinzuweisen, indem er den Mann behaupten läßt, ein Kuchen, der aussieht wie Scheiße, wäre seinen Preis nicht wert. Womit der Mann, nicht der Autor, die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat. Deswegen müssen wir auch darüber so lachen.
Jean Mofette, DOB

Med denne lille genistreg skriver forfatteren sig ind i en stor tradition af fortællere, der alle har sat sig for at skildre verdens dårskab.
Adam Paulsen, DEN

En el caso de este laureado es notorio que muchas veces (por no decir: la mayoría des las veces) el lector fascinado tiene, quiéralo o no, la impresión de que los textos consisten en un singular pensamiento (en números: 1), que luego queda un poco abombado y estirado como un chicle. En este sentido el cuento Logik parece ser completamente distinto: aquí está reinando un verdadero exceso de ocurrencias que también tiene mucha gracia. Queda por criticar, sin embargo, el desconocimiento increíble de las reglas internacionales de fútbol. [...] Un ejemplo: Supongamos que Valencia gane a Bavaria 6:4 en el partido de ida y pierda en el partido de vuelta 0:1. Siguiendo las instrucciones del autor tendríamos el siguiente resultado: Valencia saldria con 6 goles después de Bavaria con 9 goles.
Cristina Moncada, ESP

LOGIK

Man sagt ja immer brotlose Kunst, aber wissenschaftliche Erkenntnis kann unsereinem auch bei ganz alltäglichen Errungenschaften wertvolle Dienste leisten, zum Beispiel beim Autokauf. So konnte nämlich der Diplomlogiker Josef F., nach einer durchzechten Nacht, unter Zuhilfenahme der Gesetzmäßigkeiten des Moskowskaja-Kollapses und den daraus resultierenden logischen Mächtigkeitsisomorphen ein Auto günstig gegen etwas anderes tauschen, was im Supermarkt von jedermann für 2 Mark 50 käuflich erworben werden kann, aber eigentlich genauso mächtig ist wie ein Lamborghini E-Type. Jetzt hatten die aber in dem Laden bloß Opel, und durch viel reden und Überzeugungsarbeit hat es der Verkäufer noch geschafft Josef einen gebrauchten Kadett anzudrehen, aber für 2 Mark 50, es war übrigens ein Glas Gewürzgurken. Leider war denn auch noch das Radio zum Ausbauen und mußte darum entfernt werden. Absolut korrekt, sonst wärs ja 2:1 gewesen. (Auswärts geschossene Tor zählen doppelt.)
Mit ein bißchen Pfiffigkeit hätte Josef aber noch mehr rausschlagen können, weil genau genommen kann man ein Glas Gewürzgurken ja auch "auspacken." Es enthielt genau 13 einhalb Einzelteile, da kann dann der Verkäufer noch so dumm tun; Alufelgen, Flokatisitzbezüge, Rückspiegelbommeltier, usw. alles inklusive.
Wie gesagt, Josef F. ist ein Profi. Ich als Laie hingegen erläutere logische Zusammenhänge immer gerne an Hand von Konstruktionseigenheiten des guten alten Drehscheibentelefons. Auf dessen Oberfläche sind die verschiedensten Zahlen in einer exakten Kreisformation angeordnet. Direkt über diese Zahlen wurde eine Scheibe montiert. Die erste Schlußfolgerung lautet also: Schade.
Hallöchen Hallöchen, muß ich da einwerfen, wohl noch nie was von doppelter Absicherung gehört. Die doppelte Absicherung. Jetzt erst wird uns die ganze Genialität der Konstruktion zuteil. Nicht nur, daß die Scheibe aus einem durchsichtigen Material gefertigt wurde, oho nicht nur dies, zusätzlich noch hat man exakt an den Stellen unter denen die Zahlen liegen, Löcher in die Scheibe getrieben. Man behält sich hier die Möglichkeit der Benutzung des Telefons durch das einfache Erkennen der Zahlen offen. Jetzt üben wir logisches Denken in der Praxis. Nehmen wir zunächst einmal an, die Scheibe wäre nicht durchsichtig (ANNAHME ALFA); dann könnte man die Zahlen vielleicht durch die Löcher sehen. Wären aber in der Scheibe keine Löcher (ANNAHME BETA); dann könnte man die Zahlen vermutlich sehen, weil die Scheibe durchsichtig ist. Da müßte also jemand nicht nur die Löcher zukleben, nein, er müßte außerdem noch die gesamte Scheibe mit irgendeinem undurchsichtigen Material verschmieren. Das scheint mir recht unwahrscheinlich. Damit wäre auch der Gödelsche Unwahrscheinlichkeitssatz veranschaulicht.
Ein Mann sitzt in einer Kneipe und sagt: Was kostet eigentlich ein Bier? 3 Mark. Und ein Stück Kuchen? Auch 3 Mark. Na denn bringse mir maln Kuchen. Der Kuchen sieht aber Scheiße aus und der Mann sagt, ohne was von dem Kuchen gegessen zu haben: Nee, bringse mir doch maln Bier. Das Bier ist in Ordnung, der Mann trinkt und will abhauen. Da sagt der Kellner: Hehehe, wo wollnse hin, sie müssen noch ihr Bier bezahlen. Wieso, sagt da der Mann, dafür hab ich doch den Kuchen eingetauscht. Na jut, sagt der Kellner, aber denn müssense noch den Kuchen bezahlen. Wieso, sagt da der Mann, den hab ich doch gar nicht gegessen.
Josef F. hat zur Lösung dieses logischen Problems einen 30minütigen Vortrag vorbereitet, den er unter der Telefonnummer 06131/679622 gerne zu halten bereit ist. Dabei werden auch Aspekte kostengünstiger Ernährung zur Sprache kommen.

 

  ÖÆÄ A B P
Tobik Bauman  RUS 5.1 5.1 3
Roman Brinzanik  CZE 4.2 4.3 4
Anthony Bamidele Ezekiel  NGR 3.8 5.0 2
Giuseppe Fornasari  ITA 0.8 3.5 6
Bob Konrad  GER 5.6 5.2 3
Cristina Moncada  ESP 4.0 3.9 5
Adam Paulsen  DEN 2.9 2.9 6
Johanna Ridderbeekx  NED 3.5 4.2 6
Jay Rutledge  USA 3.9 3.6 6
Kiyo Shinzaka  JPN 4.0 4.8 4
Liza Stewart  AUS 4.8 4.7 2
Henrike Truter  RSA 4.5 4.5 4
Team Dobermann Rallye  DOB 5.5 5.4 2
Ø   4.2 4.4 4

I almost gave this story an unfair hearing. All that talk of alveolarer Vibrant [...] brought back terrible memories of what I was forced to endure in 1995. However, once I [...] reread the text without such prejudices, I found it rather charming.
Liza Stewart, AUS

Uns wird hierbei heiter-ironisch vor Augen geführt, wie sehr uns die Phonetik im Alltag dienlich sein kann, wenn wir sie nur oft genug üben.
Jean Mofette, DOB

[...] 'n probleem vir internasionale jury: Min mense buite Duitsland ken Thomas Gottschalk. Andersins original en goeie gebruik van woord.
Henrike Truter, RSA

It's always nice to join in on one of these small settings Hendrik Fokken masterly brings to life.
Jay Rutledge, USA

ÖÆÄ

In meiner Familie gibt es zwei Sprachwissenschaftler die sich einerseits in der Qualität, also dem wie gut, andererseits in der Quantität, also das wie oft, eines in unserer Heimat recht weit verbreiteten Buchstabens, dem sogenannten stimmhaften alveolaren Vibrant, unterscheiden lassen. Bei den beiden Sprachwissenschaftlern handelt es sich um meine kleine Schwester und mich. Was die Qualität des Buchstabens betrifft, darf ich sagen, daß ich ein "sehr gut ", meine Schwester aber bloß ein "überhaupt nicht gut " zustande bringt. Dafür hat sie mir bei der Quantität einiges voraus. Wenn meine kleine Schwester und ich zusammen fernsehen, dann gucken wir meist das gleiche Programm. Am liebsten nachmittags, wo Leute auf dem Land wohnen und gut zu Tieren und anderen kranken Menschen sind, denn das Fernsehen bietet dem Menschen ein Forum, in das er seine phonetischen Übungen gut einbringen kann.
Gerade eben habe ich erwähnt, daß meine Schwester den Vibrant ja noch nicht so gut kann. Außer bei einer Ausnahme. Hier handelt es sich um das Wort "Drecksack." Das liegt daran, daß man eine spezielle Übung konstruiert hat, wo der Vibrant erstmal mit dem Buchstaben D vorgetäuscht wird. Konkret heißt das zum Beispiel bei unsere kleine Farm, da heißt ja die eine Tochter, die nachher blind wird, Mary. Wenn meine Schwester sich konzentriert artikuliert sie fast fehlerfrei: "Drecksack Mary." Es geht hier nämlich um den alveolaren Buchstaben und nicht um den uvularen, weil den kann meine Schwester natürlich sowieso. Wenn der Vibrant gut geworden ist, sagt sie hinterher "jea." Ich kann ihn ja schon, deswegen mache ich beim Fernsehen immer eine andere Übung, die Thomas Gottschalk erfunden hat, in einer Sendung, in der Frauen Kleidung vorgeführt haben, die ein Mann, Paco Rabanne, erfunden hat.
Eine andere Frau die ich kenne findet Thomas Gottschalk nicht so gut. Ich erwähne das jetzt deshalb, weil das ein sehr schönes Beispiel für Meinungsfreiheit ist.
Bei der Paco-Rabanne-Übung kommt es vor allem darauf an, daß man sehr schnell ist und den Mund gar nicht erst großartig aufmacht. Diese phonetische Übung gefällt mir sehr gut, und deshalb praktiziere ich sie noch heute. Natürlich am liebsten nur in Gesellschaft von anderen Sprachwissenschaftlern, wie zum Beispiel meine kleine Schwester, die eine schöne Aussprache zu schätzen weiß. Ein Übungsabend sieht bei uns denn auch etwa so aus, wie ich jetzt zur Erklärung von dem was ich gesagt habe einmal vorführen möchte.
  "Drecksack Landarzt, jea."
  "Paco Rabanne."
  "Drecksack Dressler. Drecksack Valerie, jea."
  "Paco Rabanne. Bringst du mir auchn Käsebrot mit?"
  "Schmier dir doch selbern Brot, Drecksack."
Ein anderes interessantes sprachwissenschaftliches Phänomen konnte meine kleine Schwester letzte Woche in der freien Wildbahn beweisen. In der Welt der Sprachwissenschaft unterscheiden wir ja für die Kombination der Töne ö-æ-ä drei Bedeutungen. (i) wie bitte?, (ii) hä?, (iii) Erdbeeren sind heute im Angebot. Da traf es sich, daß meine kleine Schwester Spargel kaufen sollte, weil gerade Spargelzeit war. Und zwar 5 Pfund für uns, 5 Pfund für Oma, 5 Pfund für Garrelts und 5 Pfund für Decknatels. Zusammen also 20 Pfund Spargel. Sie fährt also in Remels rechts ab über Strackholt und Holtrop und sagt dann zu dem Spargelverkäufer, daß sie 20 Pfund Spargel kaufen will. Und er natürlich so: "Öæä, Öæä." Ja, und wie sie denn weiterfahren will, ist die B72 hinter Aurich gesperrt, und auch rechts rüber nach Walle ist alles zu. Sie denn aber auch gleich: "Öæä."
Schönen Dank.

 

  HIFI A B P
Tobik Bauman  RUS 3.8 4.0 6
Roman Brinzanik  CZE 2.7 3.4 7
Anthony Bamidele Ezekiel  NGR 2.0 4.5 6
Giuseppe Fornasari  ITA 4.0 4.2 4
Bob Konrad  GER 2.8 4.0 7
Cristina Moncada  ESP 4.0 4.5 4
Adam Paulsen  DEN 2.7 4.1 4
Johanna Ridderbeekx  NED 5.8 4.1 1
Jay Rutledge  USA 5.2 5.2 2
Kiyo Shinzaka  JPN 3.5 0.0 7
Liza Stewart  AUS 3.2 3.3 7
Henrike Truter  RSA 3.5 3.4 7
Team Dobermann Rallye  DOB 4.4 4.7 7
Ø   3.6 4.0 7

Life in a fully commodified world is full of adventures and interesting experiences.
Jay Rutledge, USA

Der Autor beschäftigt sich hierbei mit der Fragestellung des Wie-funktioniert-ein-Radio?. Es könnte aber auch ein Überlichtgeschwindigkeitsantrieb sein. Man weiß es nicht. Gut ist die interessenlose Ohnmacht des Konsumenten herausgearbeitet ("Insgesamt also ein Bedienungskomfort").
Jean Mofette, DOB

Hifi is interssant en snaaks, maar nie baie oorspronklik nie.
Henrike Truter, RSA

HIFI WAS IST DAS ?

Vier Knöpfe. Da sind also vier Knöpfe. Wenn ich den ersten Knopf nach rechts drehe, sitzt Hazy Osterwald unterm Fenster, wenn ich nach links drehe, sitzt er unterm Schreibtisch. Ja, das ist moderne Technik.
Wenn ich an dem zweiten Knopf drehe, tut sich was. Aber was? Ich drehe nochmal zurück. Jetzt wird es wieder weniger. Mit dem dritten Knopf ist das auch wieder so eine Sache. Irgendwas tut sich da. Wenn man die beiden Knöpfe abschraubt, ist dahinter bestimmt eine Elektrik. Wer kann denn sowas heutzutage noch durchschauen? Da passiert also was, aber man tut sich schwer zu sagen was das eigentlich ist. Deswegen nennt man das "Hi-Fi-Effekt." Die beiden Knöpfe dreht man am besten immer voll rein, damit der Effekt besser wird.
Jetzt mal den vierten Knopf probieren. Das wird lauter. Kenner sagen dazu Volumen.
Insgesamt also ein Bedienungskomfort. Sehr gut sozusagen.

Testgerät: Telefunken 1082

 

  MILCHMANN A B P
Tobik Bauman  RUS 5.9 5.9 1
Roman Brinzanik  CZE 5.9 5.9 1
Anthony Bamidele Ezekiel  NGR 4.0 5.9 1
Giuseppe Fornasari  ITA 2.6 4.7 5
Bob Konrad  GER 4.3 3.2 6
Cristina Moncada  ESP 5.8 5.9 1
Adam Paulsen  DEN 4.9 3.2 5
Johanna Ridderbeekx  NED 2.1 5.7 5
Jay Rutledge  USA 3.8 3.7 7
Kiyo Shinzaka  JPN 4.5 5.8 2
Liza Stewart  AUS 4.8 4.3 4
Henrike Truter  RSA 3.6 4.3 6
Team Dobermann Rallye  DOB 5.1 5.5 4
Ø   4.5 5.0 3

Milchmann - Itan yin je, itan ti o fi ife Jesu Kirisiti si omo eniyan han.
Anthony Bamidele Ezekiel, NGR

Et lille kammerspil, der med al ønskelig tydelighed viser vores manglende formåen til at samtale med vores næste uden at fortabe os i bureaukratiske formaliteter.
Adam Paulsen, DEN

Das O o o kann sich sehen lassen.
Bob Konrad, GER

DER MILCHMANN

Der Milchmann kommt und bringt die Tüten.
"Wo sind die Erdnußflips, du Sack!"
"O Jesus Christus ja, die Flipse,
wollt ich doch Ungemach allein verhüten,
frug ich mich doch welch Sorte ihr belieben,
wollt ihr die Schlöchten oder Güten,
das Supersondererdnußflipsevorteilspack."
Ich sag zu ihm jetzt sei mal stille,
ich will bloß Flips, du alte Nille.
"Ach Gottchen Flipse ja, doch welcher Art von Güte,
und welche Sorte von Geschmack?
Geschmack von Kümmel oder Pfirsichblüte?"
Du kriegst jetzt gleich was auf die Rübe
wenn ich hier mal Gewalt ausübe.
"O Himmel, hallo Götterfunken,
mit euren Fäusten wollt ihr prunken?
Bevor ihr hier beginnt zu wüten,
führt diesen Wink euch zu Gemüten.
Nehmt o Herr für diesen bösen Schabernack
zum Ausgleich meinen Baumwollanorak,
und außerdem hühott, wohlan,
biet ich euch diesen Liter H-Milch an."
Ist die auch fettarm? Und pastörisiert?
"Türlich fettarm, edler Mann,
frisch von der Magerkuh ins Tetra-Pak.
Nun bitt ich freundlich und mit frohen Müten,
wollt Ihr den Trank mir nun vergüten."
Kost der Spaß denn?
...Äh, ja wollen sie denn bar zahlen oder mit Scheck, fragt da der Milchmann. / Wie? Für EINE Tüte Milch? Mit Scheck? Sooo viel wird das doch wohl nicht kosten. / O o o, sagt da der Milchmann, da vertun sie sich man nicht, da kommt noch Mehrwertsteuer, Servicepauschale und und und bei. / Jaaa? sagt da der Kunde, na gut, denn zahl ich in bar. / Bitteschön, sagt der Milchmann, wie sie wollen, in D-Mark oder spanische Escudos? / ...Ääääääh, sagt der Kunde. / Brauchen sie denn eigentlich ne Quittung?, sagt da der Milchmann. / Ja, ...och, äh ja wie ...kann ich das denn von der Steuer absetzen. / Naja, sagt da der Milchmann, wie trinken sie die Milch denn? Dienstlich oder privat? / Öööh, ja nee, ...ach paß auf, weißt du was, gib mir man lieber keine Quittung und dann trink ich die Milch eben bloß privat. / Schön, sagt der Milchmann, wollen sie denn noch ne zweite Milch für die Arbeit? / Wieso, sagt der Kunde, bei der Arbeit trink ich meinen Kaffee immer schwarz. / Und für Müsli? fragt da plötzlich der Milchmann wie aus der Pistole geschossen. / Müsli mit H-Milch? Schmeckt das denn? / Jawasweißichdenn? Jetzt hab ich aber langsam die Faxen dicke, sagt der Milchmann, paß auf wir machen das jetzt so: Ich fahr wieder nach Hause, und wenn du Milch willst, dann kannst du dir da vorne um die Ecke bei Aldi eine holen. / Bei Aldi? sagt da der Kunde. / Ist mir doch egal, sagt der Milchmann, meinetwegen auch bei Rewe in der Brunnenstraße. / Äääh ...muß ich da an der Kreuzung rechts- oder linksrum?

 

  FISCHWITZFABRIK A B P
Tobik Bauman  RUS 4:9 5.5 2
Roman Brinzanik  CZE 2.0 4.0 6
Anthony Bamidele Ezekiel  NGR 2.5 4.6 5
Giuseppe Fornasari  ITA 2.3 5.8 1
Bob Konrad  GER 4.8 4.3 5
Cristina Moncada  ESP 4.5 4.5 3
Adam Paulsen  DEN 4.2 5.1 1
Johanna Ridderbeekx  NED 5.5 3.8 2
Jay Rutledge  USA 2.7 3.5 4
Kiyo Shinzaka  JPN 5.7 5.6 3
Liza Stewart  AUS 5.0 4.8 1
Henrike Truter  RSA 5.5 5.3 1
Team Dobermann Rallye  DOB 5.1 4.8 1
Ø   4.3 4.8 1

Degno del miglior romanzismo giallo de si prende in giro: "Die Männer tragen schwarz. Drei Stühle bleiben leer." Semplicemente indimenticabile.
Giuseppe Fornasari, ITA

Maklik om te lees, [...] entertaining.
Henrike Truter, RSA

This story appealed to me, because I liked the way in which the absurdity was so craftily built. The dialogues are particularly well written in this story - the timing is very good indeed.
Liza Stewart, AUS

Ik heb me altijd al afgevraagd waar die sympathieke doelman gebleven is.
Johanna Ridderbeekx, NED

Por último queda comprobado que el autor parece creer en algo como una justicia punitiva de Dios, ya que deja morir a los que cuentan chistes malos. Esperémos que él mismo nunca se convierta en un chistoso malo.
Cristina Moncada, ESP

IN DER FISCHWITZFABRIK

Im großen Sitzungssaal der Fischwitzfabrik Horn & Schuppig haben sich bei einer Tasse löslichen Kaffees die Mitglieder des Vorstands zusammengefunden. Drei Stühle bleiben leer. Die Herren tragen schwarz.
Oberinspektorin Thea von Drahn, am Kopfende des Tisches sitzend und offensichtlich schwer angetrunken, durchbricht die allgemeine Stille, indem sie ein kleines metallisches Kästchen auf den Tisch fallen läßt und sich an die nun aufgeschreckten Vorstandsmitglieder wendet.
VON DRAHN: "Un wissir wassich hier habe? ... Ein Aufnahmegrät. Un da is nämmich ne Aufseichnung drauf von gestern vonne Tubinenexposion in Halle fümf nämmich wo Hoan un Schubbich ... olle Fischkopp der ... umgekomm sin. Tot sin se jetz alle ... auch Niesche swei die Intelellensau die dumme. Betriebsfilesoof ... ha, Beetriesfilesoof. Tot. Alle tot."
Die übrigen Anwesenden blicken beschämt zu Boden, und niemand hindert die Oberinspektorin das kleine Kästchen an eine in den Tisch eingelassene Apparatur anzuschließen.
Ein Projektor fährt aus einer Luke im Boden, Jalousien verdunkeln den Saal, und auf der kleinen Leinwand am Ende des Raumes erkennen wir jetzt die Zentralturbine der Produktionshalle fünf, das von der Konkurrenz so innig bewunderte Herzstück der Fischwitzfabrik. Vor der Schalttafel der Turbine erkennen wir ferner die beiden Meisterwitzemacher des Unternehmens, Hans Horn und Jörg Schuppig, den Betriebsphilosophen Nietzsche II, Wilhelm Krüger, Amtmann des Kontrollkontors für gewerbliche Tierwitzproduktionen sowie Ilia Radenkovic, den örtlichen Postboten. Verfolgen wir die Aufzeichnung des sich jetzt abspielenden Dialoges.

HORN: Zwei Haifische rauchen einen Joint. Sagt der eine: Mann, ich bin schon ganz schön high.
SCHUPPIG: Treffen sich zwei Thunfische, sagt der eine: laß uns doch mal was tun, Fisch.
HORN: Treffen sich zwei Makrelen, sagt der eine: Gute Party, bloß die Frauen fehlen.
KRÜGER: Momentchen momentchen, geht das jetzt so weiter? Das ist doch alles Tierwitzkategorie III B/2.
SCHUPPIG: Tja, was will man machen. Großauftrag.
KRÜGER: Ach du Scheiße, ich dachte ich mach mir hiern schönen Tag. Naja denn mal weiter.
SCHUPPIG: Treffen sich zwei Lachse, einer istn Schwede einer istn Sachse.
HORN: Treffen sich zwei Schwertfische, sagt der eine: du, meine Frau hat sich gestern beschwert.
NIETZSCHE II: (versucht ein hysterisches Lachen zu unterdrücken) Hihinngh.
RADENKOVIC: Treffen sich zwei Delphine ... äh ... komm, laß uns doch mal flippern.
KRÜGER: Das ist jetzt aber III A/4 oder 5.
RADENKOVIC: Tschuldigung.
SCHUPPIG: Treffen sich zwei Flundern, sagt die eine: Ey du fette Sau.
KRÜGER: III A/5.
HORN: Was ist der Unterschied zwischen einem Aal und einer Flunder? ... Die Flunder ist runder.
SCHUPPIG: Ja, aber was ist der Unterschied zwischen einer Flunder und einem Aal?
KRÜGER: (wütend) Das ist doch jetzt wohl scheißegal. So kommen wir hier doch nicht weiter. Ich muß heute mittag noch nach Heringsdorf.
SCHUPPIG: Treffen sich zwei Killerwale, sagt der eine: Huch was bin ich heute kitzlig.
KRÜGER: (muffig) Versteh ich nicht.
RADENKOVIC: Treffen sich zwei Bettlaken ...
HORN: Ja und was machen die dann?
RADENKOVIC: Keine Ahnung.
KRÜGER: Der Witz war gut, aber ich dachte da kommt noch ne Pointe.
HORN: Pointe Pointe, ich hör hier wohl nur noch Pointe. Das ist Akkord hier. Herr Krüger. Was sollen wir denn noch alles machen. So, jetzt mal weiter.
SCHUPPIG: O paß auf hier, jetzt kommen die guten. Treffen sich zwei Rochen, der eine hat nen Furz gerochen.
NIETZSCHE II: (gestikulierend) Eins will ich euch mal sagen. Wenn hier einer einen fahren läßt der kriegt was auf die Knochen. Von mir persönlich.
HORN: Treffen sich zwei Schollen, sagt die eine: Du, mein Schwanz ist geschwollen.
NIETZSCHE II: (laut schreiend) Hat hier jemand noch Pimmel zu verzollen?
SCHUPPIG: Im Wald stehen zwei Hirsche, der eine hat ne Eichel wie ne Kirsche.
KRÜGER: (räuspert sich) Das können wir als Fisch durchgehen lassen.

Hier bricht die Aufzeichnung endlich ab, die Leinwand zeigt ein unruhiges Flimmern, und in das langsam ausklingende Rauschen hinein hören wir jetzt leise ein Vorstandsmitglied flüstern: Was gibt es heute eigentlich in der Kantine? Sein Nachbar antwortet ohne zu zögern.

 

IMPRESSUM

Liebe Statistikfreunde, all jenen, denen das Bewertungsschema der internationalen Jury noch undurchsichtig geblieben ist, will ich hier einige Erläuterungen geben. Wie aus den oberhalb der einzelnen Texte angebrachten Schautafeln ersichtlich, vergab jedes Jurymitglied drei Noten. Die ersten beiden, jeweils visuell veranschaulicht, orientieren sich am uns allen sicherlich bekannten Wertungssystem des Eiskunstlaufs. Der erste Wert (A) bemißt den technischen Schwierigkeitsgrad, der zweite (B) den künstlerischen Ausdruck. Bei beiden reicht die zulässige Skala von 0.0 bis 6.0., wie gewohnt entfallen hier bei der Ermittlung des Mittelwertes die höchste sowie die niedrigste Wertung. Der dritte Wert schließlich, den Wertungen des Lateinamerikatanzes nachempfunden, verkörpert schlicht die Plazierung innerhalb der Konkurrenz. Die hiernach angefügte Tafel schließlich illustriert die Rangfolge der Jury, ermittelt aus dem Durchschnitt der mittleren Abweichung (Ø mA), den Basispunkten und dem Mittelwert aus (A) - und (B) - Notendivergenz (BP.val).

ØmA BP.val
 1.  Stewart AUS 0.39 6B 1.28
 2.  Truter RSA 0.51 6B 2.10
 3.  Bauman RUS 0.96 10B 4.30
 4.  Voormann DOB 0.99 6B 7.86
 5.  Moncada ESP 1.09 10B 5.73
 6.  Knetemelk DOB 1.23 10B 7.02
 7.  Shinzaka JPN 1.43 10B 8.16
 8.  Ezekiel NGR 1.54 14B 7.68
 9.  Brinzanik CZE 1.59 12B 9.57
 10.  Fornasari ITA 1.76 10B 12.60
 11.  Konrad GER 1.90 14B 12.61
 12.  Rutledge USA 2.03 18B 11.09
 13.  Paulsen DEN 2.26 14B 17.41
 14.  Ridderbeekx NED 2.28 14B 13.70
 15.  Mofette DOB 2.31 16B 16.35
 16.  Bartholmy DOB 2.74 20B 18.58
Folgenden Personen gebührt mein Dank. Ohne sie hätte dieses Buch ganz anders ausgesehen. Olaf Hellmann, Markus Hesselmann, Mareile Irmler, Alena Ságlová, Haimo Sattlegger, Silvia Schmidt, Oliver Schwirkmann, Marcus Vollmer, Wolfgang Wiese, Shusaku Yoshitani.
Danke. Filip Knetemelk

 

Hendrik Fokken
Marmorkuchen / Fischwitzfabrik
103 F 1745.X24
ISBN 978 3 9803911 4 6
1. Aufl. 1997
Paperback, 36 S., 10.00 EUR
home · zurück · order · order
kleiner Fisch

 

ANIKKÄNBRÖ & KNETEMELK
© 1999-2014 Beat Karotin jr.

 

101 102 103
104 105 106
107 108 109
dob
801 901
gvz
ega bel mbt
home ktk imp
p1 p2 p3 p4
p5 p6
p7 p8